Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.

10.03.2010

ARD-Logo

Suche in tagesschau.de

Hauptnavigation
Multimedia
  • VideoLivestream.tagesschau 14:00 Uhr
  • Videotagesschau24.
  • VideoLetzte Sendung.tagesschau 05:00 Uhr
Inhalt
Ausland
Spekulationen über Armstrongs politische Ambitionen
Lance Armstrongs politische Ambitionen

Vom Sattel ins Gouverneursamt?

Trotz aller Erfolge bei der Tour de France: Mit 37 Jahren sind für Lance Armstrong die Tage als Profi-Sportler gezählt. Was könnte danach kommen? Dem Freund von George W. Bush werden schon länger politische Ambitionen nachgesagt. Willkommen wäre er beiden US-Parteien.

Von Ralph Sina, WDR-Hörfunkkorrespondent Washington

"Als wahren amerikanischen Helden" pflegte George W. Bush seinen  Landsmann Lance Armstrong zu bezeichnen. Denn der Ausnahmesportler aus dem texanischen Austin habe seine Krebskrankheit nicht nur überlebt, er habe mit seinen Tour-de-France-Siegen geradezu über diese Krankheit triumphiert. Amerika brauche mehr von solchen Helden, die das richtige zu tun wüssten, lobte Amerikas Ex-Präsident.

Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Ein Texaner mit dem Rennrad: Lance Armstrong bei der Tour 2009]
Zwei Texaner mit Mountainbike: Armstrong und Bush (Archivbild aus dem Jahr 2005) (Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Zwei Texaner mit Mountainbike: Armstrong und Bush bei einem Ausflug im Jahr 2005]
 

Die Lobeshymnen des George W. Bush brachten Armstrong den Ruf ein, den Republikanern nahe zu stehen. Zumal er kein Hehl aus seiner Freundschaft zu Bush machte. Auf dem Ticket der Konservativen könne der Machtmensch Armstrong politische Karriere machen, spekulieren US-Medien. Zumindest bringe Armstrong neben seinem außerordentlichen Machtwillen auch noch einige weitere Qualifikationen für eine steile politische Karriere mit meint Politikwissenschaftler Darell West von der renommierten Forschungseinrichtung Brookings Institution: "Er ist sehr selbstdiszipliniert und eloquent. Armstrong  weiß, wie man mit der Presse umgeht."

"Bei Republikanern wie Demokraten begehrt"

Angesichts der Armstrongschen Effektivität, seines Siegeswillens und seiner Gesamtpersönlichkeit sei ein politischer Langzeiterfolg geradezu programmiert, meint West. Nach seiner Ansicht ist ein Ausnahmekämpfer wie Armstrong auf das Wohlwollen der Republikaner gar nicht angewiesen: "Prominente wie Armstrong sind bei Republikanern wie Demokraten begehrt."

Irakkrieg "gigantische Geldverschwendung"

Wie unabhängig er sich fühlt, stellte Armstrong bereits auf dem Höhepunkt des Irak-Krieges unter Beweis: Er kritisierte öffentlich den Irakkrieg. Und zwar als "gigantische Verschwendung von Geld", das dringend bei der Krebsbekämpfung gebraucht werde, zitierte Amerikas landesweite Radiosendung "DemocracyNow" im Juli 2005 den Bush-Freund Armstrong.

Ein langer Weg in Richtung Washington?

Armstrong im Gespräch mit Krebspatienten in einem Krankenhaus (Foto: picture-alliance/ dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Mit seiner Stiftung "Livestrong" engagiert: Armstrong im Gespräch mit Krebspatienten in einem Krankenhaus ]
Lance Armstrong verfügt nicht zuletzt durch seine Krebsstiftung "Livestrong" über exzellente Kontakte zu beiden politischen Lagern im US-Kongress - und zu den großen Geldgebern des Landes. "Er hat eine Menge Erfahrung im Geldsammeln", so Politikexperte West. "Und wenn sich Armstrong nach der Tour de France für die Politik entscheidet, dann weiß er auch, wie er an das nötige Geld für den Wahlkampf kommt." Der Kampf um den Gouverneursposten in Texas könnte bereits im kommenden Jahr die erste Armstrong-Etappe sein. Auf dem langen Weg Richtung Washington.

Stand: 09.07.2009 01:58 Uhr
 

© tagesschau.de

tagesschau.de ist für den Inhalt externer Links nicht verantwortlich.

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW