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Obama
Obama plant Atom-Gipfel im März
G8-Staaten tagen in L'Aquila

Obama plant Atom-Gipfel im März

US-Präsident Barack Obama hat einen weiteren Schritt in seiner Politik gegen eine Weiterverbreitung von Atomwaffen gemacht. Beim G8-Gipfel im italienischen L'Aquila stellte er detaillierte Pläne für ein Spitzentreffen über atomare Sicherheit vor. Schon im März kommenden Jahres sollen die Staats- und Regierungschefs von bis zu 30 Ländern in Washington zusammenkommen, erklärte Obama.

Auf dem geplanten Gipfel sollen Mittel und Wege gesucht werden, Staaten wie etwa den Iran am Bau von Atomwaffen zu hindern. Das Weiße Haus teilte mit, die Konferenzteilnehmer sollten ein Konzept erarbeiten, wie beispielsweise der Schmuggel mit angereichertem Uran und Technologie bekämpft und Nuklearterrorismus abgewehrt werden können. Am Ende des Treffens soll ein gemeinsames Kommuniqué stehen.

Obama hatte Anfang der Woche in Moskau, nach einer nuklearen Abrüstungsvereinbarung mit dem russischen Staatschef Dmitrij Medwedjew, erstmals von einer Konferenz über nukleare Sicherheit gesprochen. Seiner Ansicht nach sollen an dem Gipfel alle Staaten teilehmen, die mit dem Thema der nuklearen Aufrüstung konfrontiert sind. Russland könne Gastgeber eines Folgegipfels sein.

G8 setzt Iran Frist

Im Streit über das iranische Atomprogramm setzten die G8-Staaten bei ihrem Gipfeltreffen der Islamischen Republik eine Frist bis Ende September. Bis zum G20-Treffen in Pittsburgh seien Mitglieder der Gruppe bereit, Verhandlungen eine Chance zu geben, sagte Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy nach Gesprächen mit seinen Kollegen aus den sieben führenden Industriestaaten und Russland. "Wenn es bis dahin keine Fortschritte gibt, werden wir Entscheidungen treffen müssen." Wie die aussehen könnten, blieb aber offen.

Zweite Gesprächsrunde zum Klimaschutz

Neben der Diskussion über die atomare Sicherheit gehen die Verhandlungen über den Klimaschutz beim G8-Gipfel heute in die zweite Runde: Am Nachmittag treffen sich die acht führenden Industriestaaten mit den wichtigsten Schwellenländern wie China und Indien, um über die Verringerung des CO2-Ausstoßes zu beraten. Voraussichtlich wird sich auch dieser Kreis das Ziel setzen, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Die G8 hatte sich bereits am Mittwoch darauf verständigt.

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Konkrete Ziele für die Reduktion von Treibhausgasen werden dagegen nicht erwartet. Die G8 will die Emissionen bis 2050 weltweit halbieren. Die Schwellenländer sträuben sich aber dagegen, weil sie erst mittelfristige Ziele etwa bis 2020 von den Industriestaaten erwarten. Vor den Klimaverhandlungen wird die G8 mit der G5 darüber beraten, wie Verhandlungen über die Liberalisierung des Welthandels wieder in Gang gebracht werden können. Der G5 gehören China, Indien, Brasilien, Mexiko und Südafrika an. An den Verhandlungen zum Klimaschutz nehmen zudem Indonesien, Südkorea und Australien teil sowie Dänemark als Gastgeber der UN-Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen.

Stand: 09.07.2009 10:21 Uhr
 

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