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Die Vereinten Nationen und Umweltschutzorganisationen haben die Klimaschutz-Ziele der G8-Staaten als halbherzig kritisiert. Die Beschlüsse reichten nicht aus, um gegen den Klimawandel anzugehen, erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Dies sei aber eine politische, moralischen und historische Pflicht für die Zukunft der Menschheit. Auch die Internationale Energieagentur (IEA) beklagte, die Beschlüsse griffen zu kurz. Die sieben führenden Industriestaaten und Russland (G8) hatten sich am Mittwoch darauf verständigt, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad zu begrenzen.
Erstmals verpflichten sich alle G8-Staaten, den Schadstoffausstoß bis 2050 weltweit um die Hälfte und bezogen auf die Industrieländer um 80 Prozent oder mehr zu senken. Dies sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, es sei aber viel mehr nötig, erklärte die IEA. Aus ihrer Sicht müssen die Investitionen in Energie-Effizienz um ein Vierfaches steigen, um das Zwei-Grad-Ziel einzuhalten. Dies würde zusätzliche Investitionen im Umfang von 400 Milliarden Dollar in jedem der nächsten 20 Jahre erfordern.
Die Umweltschutzorganisation WWF vermisst nach eigenen Angaben klare Aussagen, wie das Zwei-Grad-Ziel erreicht werden soll. Weder sei festgelegt, auf welche Temperatur sich der maximale Anstieg um zwei Grad beziehe, noch seien Zwischenschritte diskutiert worden. "Die Gletscher schmelzen schneller als die Regierungschefs handeln", warnte die Organisation.
Ähnlich argumentierte der Spitzenkandidat der Grünen für die Bundestagswahl, Jürgen Trittin: "Die G8 haben auf dem Gipfel ein Lippenbekenntnis zum Zwei-Grad-Ziel abgelegt, doch ihre reale Politik läuft auf vier bis sechs Grad Erderwärmung hinaus."
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