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Der Präsident von Costa Rica und Friedensnobelpreisträger Óscar Arias wird in der Staatskrise von Honduras vermitteln. Das teilte US-Außenministerin Hillary Clinton nach einem Gespräch mit dem gestürzten honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya mit. Die ersten Gespräche, denen auch Übergangspräsident Roberto Micheletti zugestimmt hat, sollen morgen in Costa Rica beginnen.
[Bildunterschrift: Friedensnobelpreisträger Óscar Arias soll in dem Machtkampf vermitteln. ]
Clinton forderte erneut die Wiederherstellung der verfassungsmäßigen und demokratischen Ordnung in Honduras. Jedoch sprach sie sich nicht explizit für eine Rückkehr Zelayas ins Amt aus und drängte diesen überdies, keinen neuen Heimreise-Versuch zu machen. US-Präsident Barack Obama hatte dagegen zuvor erklärt, Amerika befürworte die Wiedereinsetzung des demokratisch gewählten Präsidenten, auch wenn dieser ein ausgesprochener Gegner der US-Politik gewesen sei.
In Honduras bestätigte Übergangspräsident Micheletti seine Bereitschaft zu Verhandlungen unter der Führung von Arias. Zugleich bekräftigte er aber seine ablehnende Haltung bezüglich einer Rückkehr Zelayas aus. Dieser habe Verbrechen begangen und müsse dafür zahlen.
[Bildunterschrift: Übergangspräsident Micheletti schließt eine Rückkehr Zeleyas aus. ]
Unterdessen schlug der Präsident des Obersten Gerichtshofs von Honduras, Jorge Rivera, eine Amnestie für Zelaya vor, um die Gegensätze zu entschärfen. Eine Möglichkeit sei, dem entmachteten Präsidenten Vergehen wie Vaterlandsverrat, Amtsmissbrauch und die Missachtung von Anordnungen der Gerichte zu vergeben, sagte Rivera der salvadorianischen Zeitung "El Diario de Hoy".
Zelaya war am 28. Juni von Militärs festgenommen und außer Landes gebracht worden. Sein Versuch, nach Honduras und ins Präsidentenamt zurückzukehren, war am Sonntag gescheitert, nachdem starke Sicherheitskräfte der neuen Regierung den Flughafen der Hauptstadt Tegucigalpa abgeriegelt und die Landebahnen blockiert hatten. Am Flughafen kam es zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und seinen Anhängern.
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