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[Bildunterschrift: Die Polizei geht erneut gegen Demonstranten in Teheran vor. (Archivbild vom 23.6.09) ]
Erstmals seit mehr als einer Woche sind wieder Oppositionelle im Iran auf der Straße gegangen: Ersten Berichten zufolge haben einige Hundert Menschen in der Hauptstadt Teheran demonstriert. Die Polizei soll die Versammlung mit dem Einsatz von Tränengas und Schüssen in die Luft aufgelöst haben. Wie Augenzeugen berichteten, nahmen in der Nähe der Universität Hunderte Menschen an einer Kundgebung zum Gedenken an die Studentenproteste vom 9. Juli 1999 teil. Demnach gab es auch mehrere Festnahmen.
Die Teheraner Behörden hatten Gedenkkundgebungen untersagt. Falls irgendjemand "unter dem Einfluss konterrevolutionärer Fernsehsender" solche Veranstaltungen vorbereite, werde er "vom Volk zerquetscht" werden, erklärte der Gouverneur der iranischen Hauptstadt, Mortesa Tamadon, laut einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Irna.
Bei den Studentenprotesten vor zehn Jahren ging es um das Verbot der reformorientierten Tageszeitung "Salam". In den vergangenen Jahren hatte es jeweils zum Jahrestag Gedenkveranstaltungen gegeben. Diesmal nutzten die Veranstalter die Versammlung auch, um auf die nach ihrer Ansicht gefälschten Ergebnisse der Präsidentschaftswahl vom 12. Juni aufmerksam zu machen. Bei den vorangegangenen Protesten gegen das Wahlergebnis kamen insgesamt mindestens 20 Menschen ums Leben, Hunderte wurden verletzt.
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