Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.

11.03.2010

ARD-Logo

Suche in tagesschau.de

Hauptnavigation
Multimedia
  • VideoLivestream.tagesschau 20:00 Uhr
  • Videotagesschau24.
  • VideoLetzte Sendung.tagesschau 17:00 Uhr
Inhalt
Ausland
Nahaufnahm einer Computertastatur
Die Proteste im Iran im World Wide Web (24.06.09)
Linkliste zu den Massenprotesten

Die Proteste im Iran im World Wide Web

Egal ob prügelnde Polizisten, brennende Autos oder protestierende Massen. Bilder und Informationen aus dem Iran erreichen uns in diesen Tagen hauptsächlich über das Internet. tagesschau.de zeigt eine Auswahl der informativsten Websites.

Von Sebastian Eberle, tagesschau.de

Die unmittelbarsten Informationen aus dem Iran kommen nach wie vor über den Kurznachrichtendienst Twitter. Die ganze Bandbreite des virtuellen Gezwitschers gibt es auf Twitterfall. Wenn man dort im Menü "Trends" die Unterpunkte "#IranElection" und "Iran" auswählt, laufen im Sekundentakt alle Twitter-Nachrichetn zu diesen Themen über den Bildschirm.

Screenshot der Internetseite Twitterfall Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Nachrichten im Sekundentakt: die Seite Twitterfall ]
Für User, denen die Informationsflut auf Twitterfall zu groß ist (dort werden alle Nachrichten gezeigt, die sich nur annähernd mit dem Iran befassen) bietet sich das sogenannte "Live-Tweeting" im amerikanischen Blog The Daily Dish an. Hier werden jeden Tag aufs Neue die nach Ansicht der Redaktion interessantesten Tweets aus dem Iran aufgelistet. Angereichert mit Fotos und Videos geben sie ein beeindruckendes Zeugnis über den jeweiligen Tag aus Sicht der Protestierenden ab.

Den wohl umfangreichsten Überblick im WWW bietet das News-Blog zur Iran-Krise der britischen Tageszeitung "The Guardian", das ständig aktualisiert und täglich neu aufgelegt wird. Beinahe alles, was an Informationen zur Lage im Iran auf dem Markt ist, wird hier kanalisiert. Quellen sind, neben Twitter und Youtube, die Websites von Fernsehsendern, anderen Printmedien oder Menschenrechtsgruppen.

Dort ist auch eine besondere Art von Landkarte zu sehen: Sie zeigt, an welchem Ort im Iran wie viele Menschen auf die Straße gegangen, verhaftet oder getötet worden sind. Die Karte gehört zur Homepage eines amerikanischen Thinktanks, die für jeden Tag eine Übersicht über die Getöteten, Verhafteten und Demonstrierenden erstellt. Dabei wird zwischen bestätigten und unbestätigten Zahlen unterschieden.

Die "Internationale Kampagne für Menschenrechte im Iran" listet auf ihrer Homepage die bislang bekannten Namen aller im Zuge der Proteste Festgenommenen, Inhaftierten, aber auch zu Tode gekommenen auf. Diese Liste ist jedoch sehr lückenhaft, da die iranischen Behörden äußerst restriktiv mit diesen Informationen umgehen.

[Hinweis: Sie benötigen das Flash-Plugin und aktiviertes Javascript um das Video zu sehen.]

Einen ähnlichen Service wie der Guardian bietet auch die New York Times. Auch hier werden neben vielen anderen Quellen verschiedene Twitter-Meldungen ausgewertet. Unter anderem verabreden sich dort die Mussawi-Anhänger zu ihren Demonstrationen. Die jeweiligen Orte der geplanten Kundgebungen zeigen Google-Earth-Aufnahmen.

Das Blog If Iran sleeps tonight, it will sleep forever bietet Videos, Bilder und Texte zur aktuellen Lage im Iran. Das Problem: Der Blogger ist offenbar nicht selbst im Iran vor Ort. Er ist auf unbestätigte Informationen von Bekannten aus dem Iran angewiesen. Die kommen aber reichlich. Zum Beispiel, dass sich die Behörden geweigert hätten, die Leichen der getöteten Demonstranten zur Beerdingung freizugeben. Es sei denn, die Angehörigen bezahlten bis zu 6000 Dollar.

Das in den USA ansässige "Tehran Bureau" ist ein Online-Projekt amerikanischer und iranischer Journalisten, die sich zum Ziel gesetzt haben, journalistisch fundierte Berichte aus dem Iran zu liefern, da die "Main-Stream-Medien" den Iran in ihrer Berichterstattung bislang vernachlässigt hätten.

Das Blog "Iran Rigged Election" (manipulierte Wahl im Iran) zeigt Bilder und Videos. Besonders informativ: Der Twitter-Account.

Noch mehr Videos und Fotos gibt es im Blog "Revolutionary Road". Der Betreiber, Student an der Polytechnischen Universität Teheran, ist nach eigenen Angaben seit Jahren in der iranischen Arbeiter-, Frauen- und Studentenbewegung aktiv. Für dieses Engagement habe er bereits im Gefängnis gesessen.

Stand: 25.06.2009 17:55 Uhr
 

© tagesschau.de

tagesschau.de ist für den Inhalt externer Links nicht verantwortlich.

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW